Research


Policy paper with regard to the new identity card in Germany

Summary in German language see below



Germany will release a new electronic identity card for all citizens from the year 2010 on. The German associations Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN), the Stiftung Digitale Chancen and the Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM) are claiming for an evaluation whether the identity check and age verification functionality of the new electronic identity card in Germany could be enlarged to younger age groups.

The electronic identification allows for the use of the identity card for electronic commerce and e-government via the Internet. The draft law submitted by the German government this year stipulates the age limit for the electronic identification for people over 16 years old.

The lowering of this age limit or alternatively the option to verify the age only without transmission of any other personal data could comprehensively improve youth protection and also consumer protection:
  • Young people could be protected from harassment on social community platforms. With an electronic identification or alternatively age verification process the unauthorised use of these platforms by adults could be counteracted and thus grooming attacks could be combated efficiently.

  • Installation of a joint process of electronic identification by parents and their children would help the parents to know in which communities their children usually are communicating. Thus the digital literacy of parents and children could be improved.

At the Youth Protection Roundtable the Stiftung Digitale Chancen is engaged with international colleagues in the development of recommendations how Internet safety for young people can be improved. Therefore together with DsiN and the FSM, the Stiftung Digitale Chancen have elaborated a policy paper demonstrating various examples how the electronic identification or age verification process could be used for young people aged 12 to 16 involving also their parents. The policy paper is available in German language in a short version and a long version.
For the short version please click here.

The link to the long version is to be found below at the end of the article.

Summary in German language



Der elektronische Personalausweis (ePA) soll ab dem Jahr 2010 eingeführt werden und sukzessive den bisherigen Personalausweis ersetzen. Er umfasst einen optionalen elektronischen Identitätsnachweis zur Erleichterung elektronischer Geschäftsvorfälle und Verwaltungsvorgänge. Derzeit ist der ePA zwar bereits als für Kinder beantrag- und ausstellbar vorgesehen. Eine Aktivierung des elektronischen Identitätsnachweises (eID - keine offizielle Abkürzung) ist jedoch derzeit nur für Minderjährige ab 16 Jahren vorgesehen, vgl. §10 Abs. 2 des Gesetzentwurfs. Demnach steht die Möglichkeit der elektronischen Identifizierung über ein Lesegerät einem Minderjährigen unter 16 Jahren nach dem geplanten Gesetzentwurf nicht zur Verfügung.

Die geradezu explosionsartig steigenden Nutzungszahlen etwa von Community-Plattformen für Minderjährige haben jedoch gezeigt, dass ein Bedarf besteht, auch jüngere Minderjährige zuverlässig identifizieren zu können. Es sind Einsatzmöglichkeiten des ePA z.B. für zwischen 12- und 16-Jährige denkbar, die nicht die Gefahr beinhalten, das Vertrauen in das Dokument zu schädigen, wie es im Grobkonzept des BMI befürchtet wird. Durch die vergleichsweise flexible Technik eröffnen sich hier Chancen für den Jugendmedienschutz, die bei dem geplanten Ausschluss von unter 16-Jährigen nicht genutzt werden könnten.

In dem Positionspapier, das von der Stiftung Digitale Chancen gemeinsam mit dem Verein Deutschland sicher im Netz (DSiN) e. V. und der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia (FSM) e. V. erarbeitet wurde, werden beispielhaft einige Modelle skizziert, die zeigen sollen, dass eine genaue Analyse und Risikoabwägung hinsichtlich einer Absenkung der Altersgrenze zu Nut-zungsmöglichkeiten der eID, etwa im Rahmen eines Gutachtens, erfolgen sollte, bevor diese im Gesetz fixiert wird. Die Beispiele sollen dabei Möglichkeiten anregen; deren genaue Gestaltung muss einem detaillierten Risikovergleich der Alternativen vorbehalten bleiben. Bei der Analyse wird auch zu berücksichtigen sein, ob und inwieweit die Einführung neuer Technologien die Nutzbarkeit bestimmter Angebote einschränkt mit der Folge, dass Nutzer auf Dienste von Anbietern ausweichen, die nicht den Regelungen des Gesetzes unterworfen sind (z. B. ausländische Angebote).

Das Positionspapier steht in einer Kurzfassung und als Langversion zur Verfügung. Für die Kurzfassung klicken Sie bitte hier.

Die Langversion steht unter dem folgenden Link zum Download zur Verfügung.
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